Stauraum schaffen ohne neue Schränke: 15 clevere Ideen
Kennst du dieses Gefühl? Eigentlich hast du gerade erst aufgeräumt, aber schon kurze Zeit später liegen wieder Dinge herum. Im Flur stapeln sich Schuhe, auf dem Esstisch sammeln sich Unterlagen und im Schlafzimmer weißt du kaum noch, wohin mit der Bettwäsche.
Der erste Gedanke ist oft: Ich brauche dringend einen zusätzlichen Schrank.
Doch gerade in kleinen Wohnungen ist dafür häufig überhaupt kein Platz. Und mal ganz abgesehen davon: Neue Möbel kosten Geld, nehmen Bodenfläche weg und lösen das eigentliche Ordnungsproblem nicht unbedingt.
Die gute Nachricht: Du kannst oft erstaunlich viel zusätzlichen Stauraum schaffen, ohne einen einzigen neuen Schrank zu kaufen.
Manchmal brauchst du nur eine bessere Aufteilung deiner vorhandenen Möbel. Manchmal reicht ein Korb, ein kleiner Organizer oder eine bislang übersehene Fläche.
In diesem Artikel zeige ich dir 15 praktische Ideen für Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche, Bad und Flur. Viele davon lassen sich günstig umsetzen und eignen sich auch für Mietwohnungen.
Mehr Stauraum schaffen: Warum du zuerst deinen vorhandenen Platz prüfen solltest
Bevor du neue Aufbewahrungsboxen kaufst, lohnt sich eine kleine Bestandsaufnahme.
Denn mehr Stauraum entsteht nicht automatisch dadurch, dass du immer zusätzliche Dinge zum Verstauen kaufst.
Zuerst solltest du herausfinden, wo dein vorhandener Platz nicht optimal genutzt wird.
Vielleicht liegen in deiner Kommode nur wenige Gegenstände nebeneinander, obwohl sich die Schublade mit kleinen Organizern besser unterteilen ließe.
Oder du hast in einem Küchenschrank viel ungenutzten Platz oberhalb der Teller.
Auch unter dem Bett, hinter Türen oder in schmalen Nischen verstecken sich oft praktische Möglichkeiten.
Der einfache Drei-Fragen-Check
Gehe einmal durch deine Wohnung und stelle dir folgende Fragen:
Welche Gegenstände haben keinen festen Platz? Das sind häufig die Dinge, die immer wieder herumliegen.
Welche Schränke und Schubladen sind unübersichtlich? Hier kannst du oft mit einer besseren Innenaufteilung Platz gewinnen.
Welche Flächen werden bislang kaum genutzt? Denke an Türen, Schrankoberseiten, Bettunterseiten und kleine Nischen.
Besonders hilfreich ist es, zunächst alles aus einem einzelnen Bereich herauszunehmen, zu sortieren und erst danach neu einzuordnen.
So vermeidest du, dass du nur das Durcheinander in neue Boxen verpackst.
15 clevere Ideen, mit denen du zusätzlichen Stauraum schaffst
1. Nutze die Innenseiten deiner Schranktüren
Schranktüren bieten oft mehr Möglichkeiten, als man zunächst denkt.
An der Innenseite einer Küchenschranktür kannst du beispielsweise leichte Putztücher, Topflappen oder kleine Küchenutensilien aufhängen.
Im Badezimmerschrank eignen sich schmale Organizer für Haarbürsten oder andere leichte Pflegeutensilien.
Auch im Flur kann ein kleiner Türorganizer für Handschuhe oder Schals praktisch sein.
Achte darauf, dass die Halterungen das Schließen der Tür nicht behindern und dass Scharniere und Türmaterial für die zusätzliche Belastung geeignet sind.
Wohnraum-Fee-Tipp: Miss vor dem Kauf eines Türorganizers unbedingt die freie Tiefe zwischen Tür und Schrankinhalt aus.
2. Unterteile große Schubladen mit Organizern
Eine große Schublade sieht zunächst nach viel Stauraum aus.
Wenn darin allerdings sämtliche Gegenstände durcheinanderliegen, geht schnell die Übersicht verloren.
Kleine Trenneinsätze oder passende Boxen helfen dir, den verfügbaren Platz besser zu nutzen.
Besonders praktisch ist das für:
Unterwäsche und Socken
Küchenutensilien
Schreibtischzubehör
Badezimmerartikel
Kleine Haushaltsgegenstände
Du musst dafür nicht unbedingt spezielle Organizer kaufen.
Auch stabile Kartons oder kleine vorhandene Schachteln können eine gute Lösung sein.
3. Nutze den Platz unter deinem Bett
Unter dem Bett befindet sich in vielen Wohnungen eine große, bislang wenig genutzte Fläche.
Hier kannst du Dinge verstauen, die du nicht täglich benötigst.
Dazu gehören beispielsweise saisonale Kleidung, zusätzliche Bettwäsche oder Gästedecken.
Besonders praktisch sind flache Boxen mit Deckel, die sich leicht unter dem Bett hervorziehen lassen.
Miss vorher die tatsächliche Höhe zwischen Boden und Bettgestell aus.
Achte außerdem darauf, dass die Aufbewahrung die notwendige Luftzirkulation nicht beeinträchtigt und empfindliche Textilien vor Staub geschützt sind.
4. Verwende Körbe für Dinge, die schnell herumliegen
Körbe gehören zu den einfachsten Stauraumlösungen überhaupt.
Sie sind flexibel, sehen schön aus und lassen sich in nahezu jedem Raum verwenden.
Im Wohnzimmer kannst du darin Decken oder Zeitschriften aufbewahren.
Im Flur eignen sie sich für Schals und Mützen.
Im Schlafzimmer kannst du kleinere Textilien oder Accessoires darin sammeln.
Besonders schön wirken Naturmaterialien wie Seegras, Rattan oder geflochtene Baumwolle.
Achte allerdings darauf, nicht wahllos überall Körbe zu verteilen.
Am besten funktioniert die Lösung, wenn jeder Korb eine klar definierte Aufgabe übernimmt.
5. Nutze die Höhe deiner vorhandenen Schränke
Vielleicht steht bei dir ein Kleiderschrank, der nicht ganz bis zur Decke reicht.
Der Bereich darüber kann sich für leichte, selten benötigte Gegenstände eignen.
Dekorative Boxen mit Deckel sorgen für eine ruhige Optik und schützen den Inhalt vor Staub.
Besonders sinnvoll ist diese Lösung für saisonale Dekoration oder leichte Textilien.
Schwere Gegenstände gehören dagegen nicht auf hohe Schränke.
Prüfe außerdem, ob dein Schrank sicher steht und ausreichend befestigt ist. Lagere nichts so, dass Gegenstände herunterfallen oder Lüftungsöffnungen blockiert werden könnten.
6. Verdopple nutzbare Regalfächer mit Zwischenböden
In vielen Küchenschränken bleibt oberhalb von Tellern, Tassen oder Schüsseln viel Platz ungenutzt.
Mit kleinen, stabilen Regaleinsätzen kannst du eine zusätzliche Ablagefläche schaffen.
So lassen sich beispielsweise Tassen übereinander auf zwei Ebenen aufbewahren, ohne sie direkt aufeinanderstapeln zu müssen.
Auch im Badezimmerschrank können solche Einsätze sehr praktisch sein.
Achte auf die zulässige Belastung und darauf, dass du alle Gegenstände bequem erreichen kannst.
7. Verwandle schmale Nischen in praktische Ablageflächen
Zwischen Waschmaschine und Wand, neben dem Kühlschrank oder zwischen zwei Möbelstücken bleibt manchmal eine schmale Lücke.
Solche Bereiche können für leichte, passend dimensionierte Aufbewahrungslösungen genutzt werden.
Ein schmaler Rollwagen bietet beispielsweise Platz für Waschmittel, Putzutensilien oder Vorräte.
Das ist zwar ein zusätzliches kleines Möbelstück, aber kein neuer Schrank.
Wenn du wirklich gar nichts kaufen möchtest, prüfe zuerst, ob du vorhandene Körbe oder Behälter in der Nische nutzen kannst.
Wichtig ist, dass du keine notwendigen Lüftungsabstände oder Wartungszugänge von Haushaltsgeräten blockierst.
8. Verwende Haken statt zusätzlicher Garderobenmöbel
Nicht jede Jacke braucht einen großen Kleiderschrank.
Wandhaken oder geeignete Türhaken können im Flur zusätzlichen Platz schaffen.
Besonders praktisch ist eine Kombination aus einigen Haken für täglich benötigte Jacken und einer geschlossenen Aufbewahrung für saisonale Kleidung.
Auch Taschen und leichte Accessoires lassen sich auf diese Weise ordentlich unterbringen.
In Mietwohnungen können geeignete Haken ohne Bohren interessant sein.
Achte dabei auf die vom Hersteller angegebene Tragfähigkeit und die Eignung für den jeweiligen Untergrund.
9. Schaffe feste Plätze für deine Alltagsgegenstände
Nicht jeder Stauraummangel ist ein tatsächliches Platzproblem.
Manchmal fehlt den Dingen einfach ein fester Ort.
Schlüssel liegen auf dem Esstisch, Ladegeräte verschwinden zwischen Büchern und die Post sammelt sich auf der Küchenarbeitsplatte.
Eine kleine Schale im Flur, ein Fach für Kabel oder eine Dokumentenmappe können bereits helfen.
Versuche, Gegenstände möglichst dort aufzubewahren, wo du sie regelmäßig benutzt.
So wird Ordnung zur Gewohnheit und nicht zur täglichen Suchaktion.
10. Organisiere dein Badezimmer mit kleinen Behältern
Gerade kleine Badezimmer wirken schnell überladen.
Auf dem Waschbecken stehen Pflegeprodukte, in den Schubladen liegen Kleinteile und im Unterschrank sammeln sich angebrochene Verpackungen.
Mit passenden Behältern kannst du vorhandene Schubladen und Schrankfächer besser strukturieren.
Trenne beispielsweise tägliche Pflegeprodukte von Vorräten.
Ein kleiner Behälter für Haaraccessoires und ein weiterer für Kosmetik verhindern, dass alles durcheinandergerät.
Wähle für feuchte Bereiche möglichst leicht zu reinigende, feuchtigkeitsbeständige Materialien.
11. Nutze vorhandene Regale mit einheitlichen Boxen
Offene Regale können wunderbar aussehen. Wenn jedoch viele kleine Gegenstände offen darin liegen, wirken sie schnell unruhig.
Du kannst deine vorhandenen Regale besser nutzen, indem du ähnliche Dinge in passende Boxen zusammenfasst.
Ein Fach für Unterlagen, eines für technische Geräte und eines für selten benötigte Gegenstände – schon entsteht mehr Übersicht.
Besonders harmonisch wirkt es, wenn du dich auf wenige Materialien und Farben beschränkst.
Für Wohnraum-Fee gefallen mir beispielsweise cremefarbene Stoffboxen, helle Holzkisten und Körbe aus Naturmaterialien.
Wichtig ist allerdings, vor dem Kauf die Innenmaße deiner Regalfächer zu prüfen. Eine zu große Box bringt dir schließlich wenig.
12. Verwende die Rückseite deiner Türen
An geeigneten Zimmertüren lassen sich leichte Gegenstände mit passenden Türhaken oder Hängeorganizern aufbewahren.
Das funktioniert beispielsweise im Schlafzimmer für Schals oder im Badezimmer für leichte Handtücher.
Auch im Hauswirtschaftsbereich können flache Türorganizer eine gute Lösung sein.
Achte darauf, dass die Tür vollständig geöffnet und geschlossen werden kann und die Beschläge nicht beschädigt werden.
Besonders bei Mietwohnungen solltest du die Befestigung sorgfältig auswählen.
13. Schaffe mehr Platz in deinem Kleiderschrank
Ein überfüllter Kleiderschrank braucht nicht unbedingt einen zweiten Schrank.
Häufig lohnt sich zuerst eine bessere Organisation.
Sortiere Kleidungsstücke nach Kategorien und prüfe, welche Dinge du regelmäßig trägst.
Passende Kleiderbügel können dazu beitragen, die vorhandene Kleiderstange übersichtlicher zu nutzen.
Für gefaltete Kleidung eignen sich Schubladeneinsätze oder geeignete Faltmethoden, bei denen die Kleidungsstücke aufrecht stehen und leichter sichtbar sind.
Bewahre saisonale Kleidung möglichst getrennt von deiner aktuellen Garderobe auf.
Und ganz wichtig: Trenne dich nicht zwanghaft von Dingen, die du brauchst oder gern besitzt. Es geht darum, deine Aufbewahrung sinnvoller zu gestalten – nicht darum, möglichst wenig zu besitzen.
14. Nutze deine Küchenarbeitsfläche bewusster
Eine überfüllte Arbeitsplatte lässt eine kleine Küche schnell unordentlich wirken.
Schau deshalb genau hin, welche Geräte und Utensilien du tatsächlich täglich benötigst.
Die Kaffeemaschine darf selbstverständlich ihren festen Platz behalten, wenn du sie regelmäßig verwendest.
Ein selten benutztes Küchengerät muss dagegen vielleicht nicht dauerhaft auf der Arbeitsfläche stehen.
Leichte Küchenhelfer kannst du bei geeigneten baulichen Voraussetzungen an einer stabil befestigten Leiste aufbewahren.
Gewürze lassen sich in vorhandenen Schubladen oder passenden Einsätzen organisieren.
So bleibt mehr freie Arbeitsfläche, ohne dass du zusätzliche Küchenmöbel benötigst.
15. Plane deine Aufbewahrung nach deinem Alltag
Der wichtigste Tipp kommt zum Schluss.
Eine Aufbewahrungslösung ist nur dann wirklich gut, wenn sie zu deinen Gewohnheiten passt.
Wenn du deine Tasche jeden Abend auf einem Stuhl ablegst, könnte ein Haken in der Nähe der Eingangstür sinnvoller sein als ein zusätzliches Regal im Schlafzimmer.
Wenn du deine Decken gern auf dem Sofa verwendest, ist ein Korb daneben praktischer als eine Box im Kleiderschrank.
Und wenn du täglich nach bestimmten Küchenutensilien suchst, solltest du sie dort aufbewahren, wo du sie benötigst.
Guter Stauraum entsteht nicht dadurch, dass alles möglichst unsichtbar ist. Sondern dadurch, dass jedes Ding einen sinnvollen Platz bekommt.
Stauraum schaffen in kleinen Wohnungen: Was funktioniert in welchem Raum?
Nicht jede Stauraumlösung ist für jeden Raum gleich sinnvoll.
Diese Übersicht hilft dir, passende Möglichkeiten zu finden:
Raum | Stauraum-Ideen ohne neue Schränke |
|---|---|
Wohnzimmer | Körbe, vorhandene Regale mit Boxen, organisierte Sideboard-Schubladen |
Schlafzimmer | Bettunterboxen, Kleiderschrank-Organizer, Schrankoberseiten |
Küche | Regaleinsätze, Schubladentrenner, geeignete Türorganizer |
Badezimmer | Kleine Boxen, Schubladenunterteilungen, leichte Türhaken |
Flur | Wandhaken, Schalen für Schlüssel, vorhandene Ablagen |
Homeoffice | Dokumentenboxen, Schreibtisch-Organizer, Kabelhalter |
Wenn du deine Wohnung insgesamt neu organisieren möchtest, beginne am besten mit dem Bereich, der dich im Alltag am meisten stört.
So siehst du schneller ein Ergebnis und bleibst motiviert.
Mehr Stauraum ohne Bohren: Welche Lösungen eignen sich für Mietwohnungen?
Gerade in Mietwohnungen möchte man nicht für jede kleine Aufbewahrungslösung neue Löcher bohren.
Zum Glück gibt es Alternativen.
Türhaken und Hängeorganizer
Geeignete Türhaken werden über die Tür gehängt und können leichte Gegenstände aufnehmen.
Achte auf passende Türstärken, Türspalte und die vom Hersteller angegebene Belastbarkeit.
Selbstklebende Haken
Für geeignete glatte und tragfähige Oberflächen können Klebehaken eine praktische Lösung sein.
Allerdings haften sie nicht auf jedem Untergrund gleich gut und sind nicht grundsätzlich rückstandsfrei zu entfernen.
Freistehende Körbe und Boxen
Körbe und Boxen brauchen keine Befestigung. Sie lassen sich flexibel umstellen und bei einem Umzug problemlos mitnehmen.
Regaleinsätze für vorhandene Möbel
Zusätzliche Regaleinsätze können vorhandene Schränke besser nutzbar machen, ohne dass du die Möbel verändern musst.
Wichtig: Bei schweren Gegenständen oder hoch angebrachten Aufbewahrungssystemen ist eine ausreichend sichere Befestigung wichtiger als der Wunsch, auf Bohren zu verzichten.
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